Publikationen

Aktuelle Präsentationen

Am 20.3. gehaltener Vortrag vor dem Hamburger Hafen-Klub „Klimaschutz – Dichtung und Wahrheit“

Am 19.2.2019 gehaltener Vortrag „“Energiewende- ein sich anbahnendes Desaster“ bei der Vortrags-Veranstaltung des VDE Trier.

Klimawissenschaftliche Positionierung

Da auf Wikipedia Falschbehauptungen über meine wissenschaftliche Position zum Klimawandel von dem Sichter Andol verbreitet werden, ich sei ein Klimaleugner, nehme ich hierzu Stellung.

Ich leugne weder das Klima noch den Klimawandel. Wissenschaftlich beschäftige ich mich insbesondere mit der mittelalterlichen Wärmeperiode, die auch laut IPCC zumindest in Europa so warm war die heutige Zeit. Zitate  von peer reviewed papers siehe unten.

Es kann also offensichtlich nur um den Vorwurf gehen, dass ich den anthropogenen Einfluss des Menschen angeblich leugne. Das tue ich aber nachweislich nicht.

Meine Position, die ich im Buch „Die kalte Sonne“ niedergelegt habe, vertrete ich nach wie vor und werde durch eine Reihe von Veröffentlichungen darin bestärkt. Danach ist der anthropogene Einfluss durch im wesentlichen den gestiegenen CO2- Ausstoß auf die Temperaturentwicklung nur halb so groß ist, wie das IPCC es annimmt. Die andere Hälfte der bislang gemessenen Erwärmung ist natürlichen Faktoren wie den ozeanischen Strömungen oder der Aktivität der Sonne  geschuldet.

Das IPCC nimmt für den anthropogenen Einfluss  eine Temperaturentwicklung von 1,5 bis 4,5 Grad Celsius bei Verdoppelung der CO2 Konzentration  für die nächsten Jahrhunderte an (ECS- equilibrium climate sensitivity). In diesem Jahrhundert geht das IPCC von einer Temperaturänderung von 1 bis 2,5 Grad Celsius bei Verdoppelung der CO2 Konzentration aus( noch nicht eingeschwungener Zustand der Meere, TCR- transient climate response). Ich befinde mich also mit meiner Einschätzung einer Temperaturerhöhung von 1 bis 1,5 °Celsius bis zum Ende dieses Jahrhunderts durch das anthropogen erzeugte CO2 in der Bandbreite der Unsicherheit der IPCC- Schätzung.

Ich lasse keinen Zweifel, dass wir uns  wegen der CO2- bedingten Erwärmung langfristig von den fossilen Brennstoffen lösen müssen. Trifft meine Einschätzung der Klimasensitivität des CO2 ( etwa halb so groß wie das Mittel der IPCC Schätzung) zu, hätten wir deutlich mehr Zeit zur Verfügung, das Energiesystem auf CO2- freie Alternativen umzustellen.

Es gibt Wissenschaftler, die behaupten, dass bei einer Verdopplung des CO2 Gehalts durch den Menschen, mehr als 4,5 Grad Erwärmung zu befürchten sind ( Prof.Schellenhuber spricht von 6 bis 8 Grad ( https://desktop.12app.ch/articles/28713673?utm_source=emarsys&utm_medium=email&utm_campaign=TA18EDIT_DerMorgen_31052018_2&sc_src=email_2088171). Er weicht also in seiner Einschätzung deutlich nach oben ab. Niemand ist bislang auf die Idee gekommen, Herrn Schellnhuber als einen Klimaleugner zu bezeichnen. Ich befinde mich am unteren Rand , aber noch innerhalb der IPCC Schätzung und muss mir eine solche ehrabschneidende Herabsetzung von Wikipedia gefallen lassen.

Und jedesmal, wenn ich oder andere versuchen dies im o.g. Sinne richtig zu stellen, löscht Andol das innerhalb kurzer Zeit . Wikipedia lässt eine Richtigstellung nicht zu. Mein Lebenslauf und meine Lebensleistung wird durch einen einzigen Sichter bei Wikipedia zerstört.

Klimawissenschaftliche Publikationen

  • Lüning, S., F. Vahrenholt (2019): Holocene climate development of North Africa and the Arabian Peninsula. In: Bendaoud, A., Hamimi, Z., Hamoudi, M., Djemai, S., Zoheir, B. (Eds.), Geology of the Arab World – An overview’, Springer, doi: 10.1007/978-3-319-96794-3_14.
  • Lüning, S., M. Gałka, F. P. Bamonte, F. G. Rodríguez, F. Vahrenholt (2018): The Medieval Climate Anomaly in South America. Quaternary International, doi: 10.1016/j.quaint.2018.10.041.
  • Lüning, S., M. Gałka, I. B. Danladi, T. A. Adagunodo, F. Vahrenholt (2018): Hydroclimate in Africa during the Medieval Climate Anomaly. Palaeogeogr., Palaeoclimatol., Palaeoecol., 495: 309-322, doi: 10.1016/j.palaeo.2018.01.025.
  • Lüning, S., M. Gałka, F. Vahrenholt (2017): Warming and cooling: The Medieval Climate Anomaly in Africa and Arabia. Paleoceanography 32 (11): 1219-1235, doi: 10.1002/2017PA003237.
  • Lüning, S., F. Vahrenholt (2017): Paleoclimatological context and reference level of the 2°C and 1.5°C Paris Agreement long-term temperature limits. Frontiers in Earth Science, 12 December 2017, doi: 10.3389/feart.2017.00104.
  • Lüning, S., F. Vahrenholt (2016): “The Sun’s Role in Climate”. In: Evidence-Based Climate Science, Second Edition. Editor: Don Easterbrook; Elsevier, pp.283-306. doi: 10.1016/B978-0-12-804588-6.00016-1

Schriften

  • Entwicklung eines SCF-Störungsverfahrens zur Behandlung von Geometrieänderungen in Molekülen. Dissertation. Universität Münster, 1974.
  • mit Egmont R. KochSeveso ist überall. Die tödlichen Risiken der Chemie. Mit einem Vorwort von Erhard Eppler. Kiepenheuer & Witsch, Köln 1978, ISBN 3-462-01290-8; Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt 1980, ISBN 3-596-23804-8
  • mit Egmont R. Koch: Die Lage der Nation. Umwelt-Atlas der Bundesrepublik. Daten, Analysen, Konsequenzen. Gruner & Jahr, Hamburg 1983, ISBN 3-570-03870-X.
  • mit Rainer Grießhammer & Frank ClausFormaldehyd. Eine Nation wird geleimt. Rowohlt, Reinbek 1984, ISBN 3-499-15543-5
  • (Hrsg.): Tempo 100. Soforthilfe für den Wald? Rowohlt, Reinbek 1984, ISBN 3-499-33058-X.
  • Globale Marktpotentiale für erneuerbare Energien. Deutsche Shell AG, Hamburg 1998.
  • Die Zeit des billigen Öls ist vorbei. Endliche Ressourcen erfordern neuen Energiemix. In: Internationale Politik. 56 (1), 2001, S. 11–16.
  • Erneuerbare Energien: Strategische Entwicklung eines neuen Kerngeschäfts. In: Klaus Fichter & Uwe Schneidewind (Hrsg.): Umweltschutz im globalen Wettbewerb. Neue Spielregeln für das grenzenlose Unternehmen. Springer, Berlin [u. a.] 2000, ISBN 3-540-67468-3, S. 223–228.
  • Profite und Prinzipien. In: Thomas Bausch, Annette Kleinfeld & Horst Steinmann (Hrsg.): Unternehmensethik in der Wirtschaftspraxis. Hampp, München/Mering 2000, ISBN 3-87988-458-7, S. 33ff.
  • mit Sebastian Lüning: Die kalte Sonne. Warum die Klimakatastrophe nicht stattfindet. Hoffmann und Campe, Hamburg 2012, ISBN 3-455-50250-4.