Deutsche Wildtier Stiftung

Im Alter von 63 Jahren, am 1. August 2012, wurde Vahrenholt vom Kuratorium der Deutschen Wildtier Stiftung  zum Alleinvorstand und Nachfolger des Gründers der Stiftung, Haymo Rethwisch, ernannt. Die Stiftung, die vom Stifter mit einem Stiftungskapital von 150 Millionen ausgestattet wurde, setzt sich mit fast 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im gemeinnützigen Teil der Stiftung und ihrem wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb Gut Klepelshagen für den Erhalt und die Schaffung von Lebensräumen für heimische Wildtiere ein.

Die Arbeit der Deutschen Wildtier Stiftung erstreckt sich auf vier Bereiche, wir sprechen von den vier Säulen der Stiftung.

Wildtiere vor dem Aussterben bewahren

Die erste Säule umfasst den klassischen Artenschutz. Wir initiieren Projekte, um heimische Wildtiere vor dem Aussterben zu bewahren. Mitarbeiter der Deutschen Wildtier Stiftung kümmern sich darum, dass Feldhamster, Schreiadler, Luchs und viele andere Tierarten in Deutschland nicht verloren gehen.

Lebensräume schaffen

Die zweite Säule umfasst das Sichern ökologisch wertvoller Lebensräume, denn Artenschutz ohne Biotopschutz ist sinnlos. Die Deutsche Wildtier Stiftung kauft Wälder, Moore, Wiesen und Ackerland, um dort Naturschutz ohne Kompromisse umzusetzen. 5.100 Hektar vorwiegend in Nord- und Ostdeutschland werden mittlerweile von uns im Sinne des Naturschutzes betreut. Dieses „Wildtierland“ wird ganz unterschiedlich gepflegt, je nachdem, welche Arten dort vorkommen. Wir wandeln monotone Fichtenplantagen in naturnahe Wälder um, pflanzen Hecken, halten Heiden offen, praktizieren wildtierfreundliche Land- und Forstwirtschaft – und manchmal überlassen wir die Natur auch einfach sich selbst.

Ein besonderer Ort ist das stiftungseigene Gut Klepelshagen. Nach dem Motto „Leben und Wirtschaften mit der Natur“ erbringen wir dort auf über 2.500 Hektar Acker, Grünland und Wald den Beweis, dass Land- und Forstwirtschaft Rücksicht auf Wildtiere nehmen können und trotzdem ökonomisch erfolgreich bleiben.

Konflikte zwischen Wildtieren und Menschen lösen

Das Thema Konflikte zwischen Wildtieren und Menschen bildet unsere dritte Säule. Die Deutsche Wildtier Stiftung ergreift Partei: Wir stehen auf der Seite der Wildtiere. Es darf nicht sein, dass an Windkraftanlagen jährlich Hunderttausende Vögel und Fledermäuse verenden. Deshalb unterstützen wir Bürgerinitiativen, die gegen Windkraft in sensiblen Naturgebieten protestieren. Es darf auch nicht sein, dass in manchen Bundesländern Rothirsche und Gämsen wie Schädlinge bekämpft werden, weil der Holzertrag einziges Ziel der Forstwirtschaft ist.

Menschen für Natur und Wildtiere begeistern

Die vierte Säule steht für unser Ziel, Menschen zu begeistern. Denn Naturschutz kann nur dann wirkungsvoll sein, wenn große Teile der Bevölkerung ihn auch wollen. Ein wirkungsvolles Mittel, um Menschen für den Naturschutz zu gewinnen, ist der Film. In 2019 kommt der Naturfilm „Die Wiese-ein Paradies nebenan“ in die Kinos.

Zur Bildung gehört auch Forschung. Alle zwei Jahre verleiht die Deutsche Wildtier Stiftung einen hoch dotierten Preis an Wissenschaftler, die Wildtiere erforschen.

Damit Kinder und Jugendliche lernen, die Natur vor der eigenen Haustür zu entdecken, schafft die Stiftung Naturbildungsangebote. So kooperiert sie beispielsweise mit Wald- und Naturkindergärten in ganz Deutschland, unterstützen Lernwerkstätten für Kinder aus benachteiligten Familien und entwickeln eigene Bildungsmaterialien.